Datum:
24.7.2026
Ort:
Winzergelände / Zwieselplatz
Einlass:
19:00
Uhr
Beginn:
19:30
Uhr
Eintritt:
Freiwillige Spende
Ende:
Uhr
Zusatzinfo:
Ein einzigartiges Open-Air-Erlebnis in Wieselburg
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Didi Drobna
Didi Drobna wurde 1988 in Bratislava (ehem. Tschechoslowakei) geboren und lebt seit 1991 in Wien. Sie studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. Für ihre literarische Arbeit wurde sie mit mehreren Stipendien und Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Förderpreis Literatur der Stadt Wien 2023. Ihre literarische Arbeit stellte sie auf Lesereisen in sieben Ländern vor. Ihre Romane erscheinen im PIPER Verlag; und ihr neuer Roman „Ostblockherz“ ist im Mai 2025 erschienen. Didi Drobna ist außerdem als Jurorin für Literaturwettbewerbe tätig, z.B. Literaturbiennale Floriana, Literatur-Stipendium Stadt Linz, FM4 Wortlaut, Literaturwettbewerb Wartholz. 2024/25 lehrte sie erneut am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst in Wien. Parallel zu ihrem Schreiben arbeitet Didi Drobna für ein Informatik-Forschungszentrum in Wien.
Roman: Ostblockherz
Zwischen Ostblock und Westen, Patriarchat und Aufbruch, Sprachlosigkeit und Nähe.
Seit Jahren hat Didi kein Wort mit ihrem Vater gewechselt. Da meldet er sich plötzlich bei ihr und bittet um Hilfe: Er ist schwer erkrankt. Im Krankenhaus übernimmt Didi, denn noch immer spricht ihr Vater wenig Deutsch. Sie kaum noch Slowakisch. Und in den kommenden Tagen lernt sie mehr über sich und ihn als in all den Jahren zuvor. Über Stolz und vertane Chancen, über ihre Familie, Migration und Hoffnung, über sich als Tochter und ihn als Vater. Es ist eine zaghafte, einmal mehr unausgesprochene Annäherung, in der immer deutlicher wird, was sie bei allen Unterschieden eint: ihr Ostblockherz.
Katherina Braschel
Katherina Braschel wurde 1992 in Salzburg geboren, lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. Sie ist als Kulturveranstalterin und Redaktionsmitglied der Literaturzeitschriften „& Radieschen“ und „Morgenschtean“ tätig und gibt Schreibworkshops für Menschen aller Altersgruppen. An der Universität Wien hat sie von 2011 bis 2018 Theater-, Film- und Medienwissenschaft studiert. Im Jänner 2026 ist ihr Debütroman „Heim holen“ erschienen; 2020 ihr experimenteller Band „es fehlt viel“ (edition mosaik). Seit 2020 ist sie Mitglied der IG Autorinnen Autoren und seit 2023 Mitglied der GAV – Grazer Autorinnen Autorenversammlung. 2024 wurde sie als Writer in Residence der Max Kade Foundation an die Bowling Green State University Ohio eingeladen. Dort unterrichtete sie neben ihrer Schreibtätigkeit ein Semester lang Kreatives Schreiben und hielt Lesungen an diversen Universitäten. Wiederkehrende Themen in ihren Arbeiten sind die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte Österreichs, genderspezifische Gewalt einschließlich ihrer vielen Formen, und das Aufdecken subtiler Machtmechanismen, die sich in Sprache verstecken.
Roman: Heim holen
Familienhistorische Recherche und Erinnerung verwebt Katherina Braschel zu einem zart erzählten Debütroman, der radikale Fragen stellt. Aufgewachsen ist Lina, ein Kind der 1990er-Jahre, in einer Welt, die aus der Zeit gefallen scheint: in einer donauschwäbischen Gemeinschaft, die sich nach Vertreibung und Flucht in Salzburg angesiedelt und dort ihr traditionelles Leben nach 1945 fortgesetzt hat. Als Lina eines Abends von der SS-Mitgliedschaft ihres Großvaters erfährt, beginnt sie, nach Antworten jenseits der großen Opfererzählung zu suchen. Zerrissen zwischen der Liebe zu ihren verstorbenen Großeltern und ihrer eigenen Politisierung will sie erstmals das Schweigen brechen. Getragen von ihren engen Freund*innen, stellt sich Lina ihrer Familiengeschichte und bricht zu einer Recherche auf, die sie bis nach Belgrad führen wird. Als sie endlich auch die Konfrontation mit ihrer Mutter sucht, wird das zur Zerreißprobe …
Martin Prinz
geboren 1973, aufgewachsen in Lilienfeld, lebt als Schriftsteller (u.a. Der Räuber und Die letzte Prinzessin) in Wien, schreibt Reisegeschichten, Drehbücher und Romane. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich, Drehbuch-Preis des Filmfestivals in Gijon, »Outstanding Artist Award« der Republik Österreich.
Roman: Die letzten Tage
Eine Talöffnung in den Ostalpen, April 1945. Die Tage des „Tausendjährigen Reiches“ sind gezählt. Innerhalb kürzester Zeit ist es auf ein Nichts geschrumpft, und am Rand dieses Nichts steht die Rote Armee und wartet, bis die Schlacht um Wien entschieden ist. Wo alles längst zu spät ist, aber eben noch nicht alles vorbei, errichtet Kreisleiter Johann Braun sein höchstpersönliches Standgericht, ein privates Mordregime. Willkürlich werden Menschen abgeurteilt, mit denen er oder einer seiner Helfer eine Rechnung offen hat: „Politisch Unzuverlässige“, vermeintliche Deserteure, Angeschwärzte, Männer wie Frauen, Ältere und Jüngere, Leute, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind.
Martin Prinz erzählt vom Ungeheuerlichen, nüchtern und den Tatsachen verpflichtet. Das ist möglich, weil den Mördern von damals wenig später der Prozess gemacht wurde. Weil das Monströse in penibler Kleinarbeit aufgearbeitet wurde. Und weil es zwei Menschen, die um ein Haar in das Geschehen verwickelt worden wären, der eine als Täter, der andere als Opfer, ein Leben lang keine Ruhe ließ.
MUSIK
SPRITZWEINCOMBO
Mundart- Wienerlieder- Gassenhauer- Dudler
Authentisch und sehr unterhaltsam könnte man dieses absolut neue Format beschreiben.
3 Mostviertler spielen Wienerlieder und lassen mit ihren Mostviertler Weisen ganz schön aufhorchen. Der Schmäh tut sein Bestes und vertreibt so manch inkurable Stimmung.
Besetzung:
Gesang – Sigi Schmalzl
Gesang, Klarinette – Manfred Hochholzer
Akkordeon – Ulrich Schmalzl
Texte, Fotos, Flyer, etc. zu dieser Veranstaltung sind unter folgendem Link zu finden:
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